Ringbahnlibellen – die zweite Staffel beginnt

Texte schweben nicht im luftleeren Raum, Diskurse sind nicht das Alpha und das Omega – und wir haben eine lange Pause gemacht, unschuldig und unschuldsbewusst, einen von diesen Aufschüben, weder geplant noch ungeplant. Uns kam wohl das Leben dazwischen? Ja, sogar ein neues Leben kam dazwischen – und leider auch der Tod. Und nun dachten wir uns, fast gleichzeitig, dass wir weitermachen wollen, unter veränderten und unveränderten (Lebens-)bedingungen, mit veränderten und unveränderten Fragen und Themen!

Die erste Staffel der „Ringbahnlibellen“ wurde uns erst rückblickend zu dem, was sie nun geworden scheint: die alte Staffel eben. Nun greifen wir das Staffelholz wieder auf und sie beginnt, die neue Staffel. Möge es die letzte sein? Wir wissen es nicht. Zwar müssen wir unsere Drehbücher nicht irgendwelchen Budget anpassen, aber auch unsere Mittel sind endlich. 😉

Wer unseren ersten Textreigen vom Februar bis August 2018 verfolgt hat, darf sich weiterhin auf reflexive und irreflexive Männlichkeiten, Weiblichkeiten, Elternheiten, Arbeit()losigkeiten & sonderlei gefasst machen. Dem Stile des Staffelteasers angemessen scheint uns eine Art Fragwortstrom, der Erwartungen wecken mag, die vielleicht nie erfüllt werden, der jene Cliffhangerlust weckt, die man in Blogs vielleicht nicht anzutreffen gewohnt ist.

Worüber wir also vertieft nachdenken wollen, weiter: Wie kann man arbeit()los und auch noch Vater sein? Kann das überhaupt (gut) gehn? Wie kann man in einem Leben, das längst angefangen hat, das Gefühl von echter Wirksamkeit über den eigenen kleinen Lebenskreis hinaus erlangen? Braucht man das überhaupt? Was kommt nach Promotion/Studium/Schule/Ausbildung? Etwa die Reife? Oder die Realität? Kann man getrenntwohnen (sic!) und zusammen ein Kind haben? Umgekehrt: Kann man zusammen wohnen (sic!) und ein Kind haben? Und vor allem: wo? In der Stadt, am Rand, auf dem Land – oder im Ausland? Und überhaupt, bei all den Fragen: Wer will eigentlich all diese Selbst- und Fremdansprüche erfüllen!! Brauchen wir denn wirklich noch mehr Vereinbarkeiten von „Freizeit“, „Beruf“ und „Familie“? Oder wird es Zeit für eine neue Unvereinbarkeit?

Die Ringbahnlibellen schwirren also wieder los, gemeinsam, unvereinbar, und freuen sich über jede*n, der sich auch im Schilf tummeln mag …

PS: … und solange es noch nicht richtig losgegangen ist, könnt ihr euch ja nochmal in den alten Beiträgen tummeln. 😉

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s